Amnesty International Kongo-Koordinationsgruppe (2062)

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Kongo-Koordinationsgruppe (2062)

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[Amnesty International DR Kongo Post-Konflikt Aktion Oktober 2007 - März 2008]

“NON AUX VIOLS! NON AUX VIOLS!“

NEIN! ZU VERGEWALTIGUNGEN AN FRAUEN UND MÄDCHEN IN DER DR KONGO!

ZAINABO ALFANI aus der nordostkongolesischen Konfliktregion Ituri erzählte Mitarbeitern der UN-Mission im Kongo (MONUC), wie bewaffnete Milizionäre zwei ihrer Kinder kochten und aßen: „In einer Ecke des Raums lagen gehäutete Leichen, daneben zwei Körper auf einem Grill.“ Sie musste mitansehen, wie die Milizionäre ihre beiden kleinen Töchter in einen Topf mit heissem Wasser und Öl steckten. Zainabos Sohn überlebte den Überfall, sie selbst starb am 13. März 2005 in einem Krankenhaus in Kinshasa an den Folgen der von ihr erlittenen mehrfachen Vergewaltigungen und Verstümmelungen durch Angehörige bewaffneter Milizen. Ihre Leidensgeschichte hatte am 5. Juni 2003 begonnen, als sie unterwegs zum Markt von Milizen entführt wurde. Ihre Weggenossen wurden getötet, sie selbst blieb am Leben, weil die Milizionäre ihre Schamlippen zur Zauberei benutzen wollten, wie ihre Peiniger grölend verkündeten. sie wurden ihr abgeschnitten, kleingehackt und dann mit Wasser und ihrem Blut vermischt gegessen, berichtete sie MONUC.

JASMINE (Name geändert) wurde als Zwölfjährige von Mayi-Mayi-Milizionären in Süd-Kivu rekrutiert. Sie berichtete Amnesty International von den Gräueln, die sie bei ihrer Zwangsrekrutierung und während ihrer Zeit als Kindersoldatin erlebte: „Als die Mayi-Mayi mein Dorf überfielen, rannten wir alle weg. Die Soldaten nahmen aber trotzdem alle Mädchen gefangen, sogar die ganz kleinen. Sobald wir in ihrem Camp waren, wurden wir alle gezwungen, einen Soldaten zu „heiraten“. Wenn eine sich weigerte, wurde sie umgebracht – meiner Freundin ist es so ergangen. Sie haben Menschen wie Hühnchen abgeschlachtet. Nicht mal die Leichen haben sie beerdigt – sie haben sogar von ihrem Fleisch gegessen. Ich habe gesehen, wie ein Mädchen, das sich weigerte, zu „heiraten“, gefoltert wurde. Mädchen, die versuchten wegzulaufen, wurden zuerst die Brüste abgeschnitten, danach aßen die Milizionäre in aller Öffentlichkeit die Schamteile. Jeder konnte ihnen dabei zusehen. Wo immer wir gerade kämpften, nahmen sie im Vorbeimarsch die Frauen und Mädchen, die auf den Feldern arbeiteten, mit. Ich denke, das kommt daher, dass sie alle Drogen nahmen. Sie waren wie verrückt. Immer packten sie die jungen Mädchen, zogen sie in aller Öffentlichkeit nackt aus und vergewaltigten sie. Manchmal mussten wir uns alle ausziehen, sogar die alten Frauen. Wer sich weigerte, wurde getötet.“ Jasmine gelang nach vier Jahren, in denen sie als Kindersoldatin in vielen Kampfeinsätzen kämpfen musste, die Flucht aus der Miliz. Unterwegs brachte sie allein im Busch ihr Kind zur Welt. „Ich wäre gerne in mein Dorf gegangen, aber es ist so weit weg, dass ich Angst hatte, die Mayi-Mayi würden mich finden und wieder mitnehmen.“ Sie lebt nun mit ihrem Kind in einem Übergangszentrum für ehemalige Kindersoldatinnen in Uvira/ Süd-Kivu, das von einer lokalen Kinderhilfsorganisation geleitet wird.

CLARISSE (Name geändert), Menschenrechts- aktivistin und Mitarbeiterin einer ostkongolesischen Nichtregierungsorganisation, die in der Provinz Süd-Kivu in einem von ruandisch-sprachigen Rebellenmilizen kontrollierten Gebiet Hilfszentren für Vergewaltigungsopfer unterhält, berichtete ihren Freundinnen von Terrre des Femmes Deutschland und Amnesty International über ein Massaker, das in der Nacht vom 25. auf den 26. Mai 2007 in dem kleinen Ort Kaniola bei Walungu stattfand: „Eine große Anzahl von Frauen wurde an diesem einzigen Tag vergewaltigt. Einige wurden ins Krankenhaus von Walungu eingeliefert, andere suchten Zuflucht bei ihren Verwandten in der Umgebung. Viele der Frauen flüchteten aus Kaniola in das Frauenhilfszentrum in Walungu. Ohne jeglichen Lebensunterhalt befinden sie sich nun in einer sehr schwierigen Situation – sie stehen vor dem Nichts. Sie wollen nur noch sterben und diese Welt verlassen. Für sie hat das Leben keinen Sinn mehr. Es ist nicht zu verstehen, dass Frauen von drei oder vier Männern vergewaltigt werden, die dann Gewehrläufe in die Vagina der Frauen rammen und sie danach mit dem blanken Messer verstümmeln. Das ist schrecklich, schrecklich. Wir müssen uns mobilisieren und unsere Anstrengungen bündeln, um gemeinsam diesen Verbrechen gegen die Menschlichkeit ein Ende zu setzen.“

ZAINABO, JASMINE und CLARISSE – ihr Schicksal, ihre furchtbaren Leiden und schrecklichen Erfahrungen in dem nun seit über 10 Jahren andauernden blutigen Konflikt in der DR Kongo sind keine Einzelfälle: Amnesty International ging Ende 2004 bereits von 40.000 bis dahin allein im Ostkongo dokumentierten Fällen konfliktabhängiger Massen- und Mehrfachvergewaltigungen und anderen sexuellen Angriffen aus. Diese bis 2004 dokumentierten Fälle bezeugten bereits die Alltäglichkeit und Omnipräsenz dieser Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die von allen rund 20 im Ostkongo operierendenStreitkräften, der kongolesischen Regierungsarmee und bewaffneten Gruppierungen in den fortdauernden Kämpfen, bei Überfällen und Massakern als bewusster Bestandteil ihrer Kriegsstrategie auch noch nach den Friedensabkommen von Sun City (2002) während der gesamten politischen Transitionsperiode von 2003 bis 2006 kontinuierlich begangen wurden. Seit 2006 rechnen Menschenrechtsorganisationen wie auch die Weltgesundheitsorganisaton WHO, das UN Büro zur Koordinierung humanitärer Hilfe (UNOCHA) und andere mit einigen Hunderttausend konfliktabhängiger Vergewaltigungen in der DR Kongo. Die verminderte Konflikttätigkeit seitens nahezu aller bewaffneten Gruppierungen vor den Präsidentschaftswahlen 2006 machte es vielen in abgelegenen und unzugänglichen Bergregionen lebenden Opfern sexueller Gewalt überhaupt erst möglich, sich auf den oft weiten und einsamen Weg zu Anlaufsstationen lokaler Hilfsorganisationen in größeren Dörfern zu machen und die noch entfernteren medizinischen Behandlungsstationen und regionalen Krankenhäuser in den Städten der Region zu erreichen. Diese Massierung schwerster Menschenrechtsverbrechen gegen die Zivilbevölkerung sind keine „Kollateralschäden“ einer menschenverachtenden Kriegsführung. In den unzähligen äußerst grausamen Massakern, die den Konflikt in der DR Kongo kennzeichnen, wurde und wird die Zivilbevölkerung zum strategischen Ziel: ganze Dörfer und Städte wurden flächendeckend geplündert, in Brand gesteckt, die Bewohner ermordet, gefoltert, verstümmelt, verschleppt, zwangsrekrutiert oder vertrieben. Besonders Frauen, Mädchen und Kleinkinder, aber auch Männer und Jungen wurden Opfer systematischer, von Milizenchefs und Armeeoffizieren angeordneter Vergewaltigungsattacken.

Der Konflikt wies in der Bewertung Amnesty Internationals genozidale Charakteristika auf. Vergewaltigungswellen bei Massakern wie singuläre Vergewaltigungen ließen eine ethnisch motivierte Ausrichtung – im Sinn ethnischer Säuberungen – erkennen. Die Sonderberichterstatterin des UN Menschenrechtsrats für Gewalt gegen Frauen, Yakin Ertürk, stellt im Schluss-Statement ihres offiziellen Besuchs in der DR Kongo vom 27. Juli 2007 zur aktuellen Situation in den Kivus fest: „Sexuelle Gewalttaten werden in Süd-Kivu Berichten zufolge überwiegend von ausländischen bewaffneten Gruppierungen begangen. Ein Teil ihrer Kämpfer scheinen in den Ruandischen Völkermord verwickelt gewesen und in der Folge in die DR Kongo geflohen zu sein. Sie operieren von Waldregionen aus, überfallen nahe gelegene Dörfer (…). Die von diesen bewaffneten Gruppen begangenen Gräuel sind von einer unvorstellbaren Brutalität, die weit über den Akt der Vergewaltigung hinausgeht. Die Gräuel sind um die Vergewaltigung und um die sexuelle Versklavung der Frauen angelegt und zielen auf die vollständige physische und psychische Zerstörung der Frauen – mit allen Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft. Sie erinnern in vieler Hinsicht an die Gräueltaten, die von den Interahamwe-Milizen während des ruandischen Genozids begangen wurden.“

Die Situation in den Kivus ist alarmierend – in einer Presseerklärung vom 10. September 2007 warnt Amnesty International vor einer Eskalierung der Gewalt in eine neue Welle ethnisch motivierter massenhafter Tötungen im Ostkongo und wirft der kongolesischen Regierung wie auch der internationalen Gemeinschaft vor, die Menschen im Ostkongo im Stich gelassen zu haben. Die Organisation fordert die UN, die internationale Gemeinschaft und besonders die kongolesische Regierung auf, dem Schutz der Zivilbevölkerung in der Konfliktregion nun endlich die oberste Priorität einzuräumen – und das herrschende Klima der Straflosigkeit für Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und andere Menschenrechtsverbrechen, das die ungehindert fortdauernden Überfälle, Massaker und die Akte sexueller Gewalt erst ermöglicht, zu beenden.

Lesen Sie mehr, zum Artikel des Internationalen ai-Sekretariats: "Democratic Republic of Congo (DRC): Escalating violence in North-Kivu deepens risk of mass ethnic killings" http://web.amnesty.org/library/Index/ENGAFR620142007?open&of=ENG-COD http://web.amnesty.org/library/Index/ENGAFR620122007?open&of=ENG-COD

Demokratische Republik Kongo: CAP-Aktion zur Post-Konflikt-Situation 1

DR KONGO: KINDER IM KRIEG – CREATING HOPE FOR THE FUTURE

Aktion „Protecting the Children – zur Demobilisierung und Reintegration von Kindersoldaten in der DR Kongo“

November 2006 – März 2007

Die Übergangsregierung der DR Kongo begann im Juli 2004 mit einem nationalen Demobilisierungs- und Reintegrationsprogramm (DDR) für die Exkombattanten des Konflikts als Teil eines umfassenden nationalen Friedensprozesses. Das Programm trat mit dem Ziel an, eine geschätzte Anzahl von rund 150. 000 Kämpfer aus Regierungstruppen und bewaffneten Gruppierungen, darunter ca. 30. 000 Kindersoldaten zu demobilisieren und wieder in ein ziviles Leben zu integrieren. Gleichzeitig sollten in einem parallel anlaufenden Armee-Integrations-Programm (sogenanntes „Brassage“-Programm) weitere geschätzte 150. 000 erwachsene Kämpfer in Einheiten der neu zu bildenden kongolesischen Regierungsarmee (FARDC) integriert werden. Entsprechend den Friedensverträgen nach Lusaka (Lusaka Peace Agreements/1999), seit Dezember 2002 übernehmen sowohl das DDR-Programm wie auch das Brassage-Programm ausschliesslich Kämpfer derjenigen Streitkräfte und Rebellenmilizen, deren Oberbefehlshaber Unterzeichner des Friedensabkommens von Lusaka und Mitglieder der Ende November 2006 aus dem Amt geschiedenen Übergangsregierung waren. Für Kämpfer und Milizenangehörige aus bewaffneten Gruppierungen, die sich nach Dezember 2002 besonders in den ostkongolesischen Konfliktprovinzen Ituri, Nord- und Südkivu und Katanga neu bildeten, sehen die Programme keine Regelung vor. Das DDR-Programm, von der nationalen Demobilisierungskommission der DR Kongo, CONADER (Commission Nationale pour la Démobilisation et la Réinsertion), einer zivilen Regierungsbehörde, geleitet und durchgeführt, wurde durch eine internationale Finanzierung von 200 Millionen US Dollar aus Mitteln der Weltbank ermöglicht. Die Hälfte davon stammt aus dem MDRP-Fonds (Multi-Country-Demobilization and Reintegration-Program) der Weltbank, einem Trustfonds der internationalen Gebergemeinschaft, der darauf zielt, die militärischen und verteidigungspolitischen Ausgaben der kongolesischen Regierung zu senken – zugunsten einer höheren Budgetierung für den gesellschaftspolitschen Sektor des kongolesischen Staatshaushalts. Für das zur Konsolidierung der sicherheitspolitischen Lage in der DR Kongo äußerst dringliche „Brassage“-Programm (unter militärischer Verwaltung) zur Integration von Kämpfern aller am Konflikt beteiligten gegnerischen Gruppierungen in Einheiten der neuen FARDC flossen internationale Mittel dagegen sehr spärlich. Bislang haben sich nur Belgien, Angola und Süd-Afrika in bilateralen Hilfsabkommen daran beteiligt.

URGENT ACTION Archiv

ACHTUNG: DIE FOLGENDEN AKTIONEN SIND BEREITS GESCHLOSSEN

Übersicht
1.MORDDROHUNGEN/SORGE UM SICHERHEIT: UA-118/2008
2.MORDDROHUNGEN/SORGE UM SICHERHEIT: UA-089/2008
3.GRAUSAME, UNMENSCHLICHE UND ERNIEDRIGENDE BEHANDLUNG / WILLKÜRLICHE FESTNAHME / UNGESETZLICHE INHAFTIERUNG: UA-075/2008
4. NON AUX VIOLS! ZUR STRAFLOSIGKEIT IM KONGO! APPELL-AKTION FÜR BITONDO NYUMBA

MORDDROHUNGEN/SORGE UM SICHERHEIT Mehrere Anwälte, die vier Männer in einem Berufungsverfahren gegen ihre Todesurteile vertreten, sowie Prozessbeobachterinnen und -beobachter örtlicher und internationaler Nichtregierungsorganisationen haben in der Stadt Bukavu im Osten der DR Kongo eine Reihe von anonymen Drohungen erhalten. Die Drohungen, von denen manche Morddrohungen sind, werden seit dem 17. April 2008 überwiegend als anonyme Textnachrichten per Mobiltelefon versandt. Joseph Kitungano Walumona, Dieudonné Sango, Jean Bedel Kaniki und Jean-Paul Ngongo Mundala sind Vertreter einer unabhängigen kongolesischen Menschenrechtsorganisation. Sophie Roudil gehört zu der internationalen Nichtregierungsorganisation „Protection International“. Charles Cubaka und Jean-Claude Mubalama sind kongolesische Rechtsanwälte. [Zur Appellaktion] [Zurück zur Übersicht]

MORDDROHUNGEN / SORGE UM SICHERHEIT
Georges Kapiamba, Anwalt und Menschenrechtsverteidiger Prince Kumwamba, Menschenrechtsverteidiger Weitere Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger der Organisationen « Association Africaine de Défense des Droits de l’Homme – Katanga » (ASADHO Katanga) und « Action Contre l’Impunité pour les Droits Humains » (ACIDH) Die Menschenrechtsverteidiger Georges Kapiamba und Prince Kumwamba haben seit dem 3. April 2008 im Zusammenhang mit ihrer Menschenrechtsarbeit mehrere Drohungen, darunter auch Morddrohungen, erhalten. amnesty international geht davon aus, dass ihr Leben und das Leben weiterer Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger, die für dieselben Organisationen arbeiten, in Gefahr sein könnten.
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GRAUSAME, UNMENSCHLICHE UND ERNIEDRIGENDE BEHANDLUNG / WILLKÜRLICHE FESTNAHME / UNGESETZLICHE INHAFTIERUNG Der ehemalige Kindersoldat Kakule Kahemu wird zusammen mit erwachsenen Gefangenen im Zentralgefängnis von Butembo in der Provinz Nord-Kivu in einer überfüllten Zelle unter unhygienischen Verhältnissen festgehalten. Er wird eines Vergehens nach dem Militärgesetz beschuldigt, das nur auf Erwachsene angewendet werden darf. Kakule Kahemu wurde etwa im Juni 2007 in eine bewaffnete Gruppe bestehend aus „Mayi-Mayi“ (eine lokale, meist aus einer Ethnie zusammengesetzte Miliz) rekrutiert, lief aber Anfang November 2007 davon und versuchte am nationalen Demobilisierungsprozess teilzunehmen, den die Regierung der Demokratischen Republik Kongo mit internationaler Unterstützung begonnen hatte, um ehemalige Kindersoldatinnen und –soldaten zu rehabilitieren und sie bei der Rückkehr ins zivile Leben zu unterstützen. Kakule Kahemu stellte sich einem örtlichen Polizeichef, der ihn in das Armeehauptquartier nach Butembo schickte.
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NON AUX VIOLS! ZUR STRAFLOSIGKEIT IM KONGO! APPELL-AKTION FÜR BITONDO NYUMBA

Bitte unterstützen Sie Amnesty Internationals Appell gegen die Straflosigkeit für die Vergewaltiger und Peiniger der 56-jährigen Bitondo Nyumba, die an den schweren Verletzungen, die sie nach mehrfachen Vergewaltigungen durch Soldaten der kongolesischen Regierungsarmee im Mai 2005 erlitten hatte, starb. Auch nach ihrem Tod hat es keine Strafverfolgung der Täter gegeben.

Bitondos Name steht für die unzähligen, oft auch unbekannten Vergewaltigungsopfer und Opfer sexueller Gewalt in der DR Kongo – aber auch für die Namen der überlebenden Vergewaltigungsopfer, der überlebenden Frauen, die aus Sicherheitsgründen nicht namentlich genannt werden können. Sie alle hoffen auf Gerechtigkeit, auf ein Ende der Straflosigkeit für ihre Vergewaltiger und auf ein Leben frei von Angst.

Bitte schreiben Sie an:

SE Joseph Kabila
Président de la République
Présidence de la Républiqu
Kinshasa-Ngaliema
République Démocratique du Congo

An den Gesandten der DR Kongo in Deutschland
Pierre Yvon Malamba Osang-A-Bull
Botschaft der Demokratischen Republik Kongo
Im Meisengarten 133
53177 Bonn

Amnesty International Deutschland unterstützt im „Kongonetzwerkprojekt“ kongolesische lokale Nichtregierungs- organisationen in den vom Krieg am schlimmsten zerstörten Regionen des Oskongo. Sie betreuen Vergewaltigungsopfer, leisten psychologische Betreuung, medizinische Diagnostik und Erstversorgung sowie psychosoziale und wirtschaftliche Hilfe zur Wiedereingliederung insbesondere für Frauen und Mädchen. Zwei unserer Partnerorganisationen arbeiten in sechs Kinderhilfszentren mit ehemaligen Kindersoldatinnen und Kindersoldaten, die eine dringend benötigte psychosoziale Intensivbetreuung während der Phase unmittelbar nach ihrer Demobilisierung erhalten. Später nehmen sie an schulischen Basis- und Aufbaukursen und an längerfristigen gesellschaftlichen Reintegrationsprogrammen Teil.

Werden Sie aktiv! Machen Sie mit! Protestieren Sie gegen das im Kongo überall herrschende Klima der Straflosigkeit für Vergewaltigungen an Frauen und Mädchen!

Fördern Sie Amnesty International Deutschland und das Kongonetzwerkprojekt der deutschen Sektion durch Ihre Spende auf das

Konto 80 90 100 bei der Bank für Sozialwirtschaft Köln, BLZ 370 205 00. Verwendungszweck: „DRC Kogruppe 2062/Kongoprojekt“

Nähere Informationen zu unserem Kongo-Partnerprojekt schicken wir Ihnen gerne zu:

Impressum/Information
amnesty international
ViSdP/Autor:
Deutsche Sektion e.V./Andrea J. Riethmüller
andrea.riethmueller@gmx.de
DR Kongo Koordination
53108 Bonn
www.amnesty.de

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